January 18th 2018

(Automoto 2018) Kleines, großes Spaßauto

Bekannter als Mr. Beans kleiner "Teddy" ist wahrscheinlich nur sein Wagen. Das Zitronengelbe Auto mit der schwarzen Motorhaube des britischen Komikers Rowan Atkinson, ist zwar nicht die Ursache für den Kult um den Mini, dürfte jedoch stark zu dessen Bekanntheitsgrad beigetragen haben. Man betritt eine kleine Welt, ein Mini-Universum eines sympathischen Flitzers, der das Bild eines englischen Autos in der großen Welt geprägt hat. In der Garage des Präsidenten der Mighty Mini Frënn, Luc Bintener aus Contern, sieht man gleich auf den ersten Blick, welche Leidenschaft hier ausgelebt wird. Unzählige, alte Nummernschilder an der Wand, betagte Regale und Schränke voller Mini-Ersatzteile, Mini-Automo- delle, einige Souvenirs ehemaliger Treffen und Ausfahrten - und die nicht zu übersehende, fast original große Malerei eines roten Minis an der Wand, sind alles Zeugen dieser Lieblings- beschäftigung. Überhaupt scheint Rot eine vorherrschende Farbe bei Luc zu sein ... Sein kultiger 1990er Mini ist Rot und die Farbe seines neueren Mini- Modells von BMW - natürlich auch. „Ich denke aber darüber nach, den BMW-Mini in den Farben der Mr. Bean Kultserie zu lackieren, also gelb- schwarz. Leider habe ich es bisher noch nicht geschafft“, grinst Luc. Apropos auffällige Farbe. Das Mr. Bean Zitronen- gelb des zwischen 1974 und 1980 gebauten Autos passt auch wie die Faust aufs Auge zu der Komiker-Reihe. Der Spitzname des Lacks lautet „catsick yellow“, also Katzenauswurf gelb. Die Mighty Mini Frënn wurden bereits 1999 von Jim und Juliette Wirtz zusammen mit Constant und Josiane Hoffmann im Süden des Großher- zogtums gegründet. Ursprünglich sollte die Voraussetzung um Mitglied werden zu können, der Besitz eines alten Mini sein. Nachdem aber das Amt des Präsidenten 2017 von Jim Wirtz an Luc Bintener übergeben worden ist, hat sich dies nun geändert. „Jeder der einen Mini fährt, ob alt oder neu oder auch nur Interesse an der Marke hat, ist herzlich willkommen. Das ist mir als Präsident sehr wichtig“, erklärt Luc. Überhaupt hat man das Gefühl, dass es ein sehr „junger“ und motivierter Club ist. Es scheint nun so, als ob ein neuer Wind bei den Mini-Freunden weht. (Text: Jeff Wiltzius | kompletter Artikel in "Automoto")